Literaturempfehlungen

Um selbst aktiv zu werden und Aggressionen besser zu bewältigen, haben Experten aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik Ratgeber verfasst. Diese helfen dabei, negative Gefühle zu verstehen und damit umzugehen.

Hier stellen wir einige ausgewählte Bücher vor, die sich intensiver mit den Themen Aggressionen und Aggressionen abbauen beschäftigen:

  1. Literatur zu Aggressionen bei Erwachsenen
  2. Literatur zu Aggressionen bei Kindern


1. Literatur zu Aggressionen bei Erwachsenen


Viele Erwachsene leiden unter Wut und Frustration in herausfordernden Alltagssituationen. Unser gesundes Reflexionsvermögen kann uns jedoch unterstützen, diese Emotionen abzubauen. Dabei kann es helfen, sich ein umfangreiches Fachwissen anzueignen und Übungen zum Aggressionen abbauen anzuwenden. Diese Ratgeber finden wir dazu besonders hilfreich:

„Aggressionen bewältigen für Dummies“ von Doyle Gentry 

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Das Buch zur Bewältigung von Aggressionen aus der Serie „für Dummies“ ist ein umfangreicher Ratgeber zum Thema Aggressionen. Es bietet einen ausführlichen Einblick, der anschaulich erklärt ist und leicht auf persönliche Situationen übertragen werden kann. Es unterstützt daher den Leser dabei, sein aggressives Verhalten zu verstehen und zu bewältigen.

Dabei helfen zahlreiche Tipps, Übungen und Strategien, welche anschaulich erklärt werden und darum unmittelbar nach dem Lesen in die Tat umgesetzt werden können.

Besonders hilfreich ist der Ratgeber zum Aggressionen abbauen im Beruf, in der Familie oder in der Beziehung. Doch auch hilfreiche Tipps für Eltern von Kindern mit regelmäßigen Wutanfällen sind enthalten. Das Buch „Aggressionen bewältigen für Dummies“ bietet daher eine schnelle Möglichkeit, Aggressionen in vielen Alltagssituationen besser zu bewältigen.

„Wut und Ärger – Gut umgehen mit starken Gefühlen“ von Anette Auch-Schwelk

Das Taschenbuch von Anette Auch-Schwelk verdeutlicht, wie die Gefühle von Wut und Ärger zusammenspielen und was man dagegen tun kann. Der Ratgeber beschreibt typische Alltagssituationen, die den meisten Lesern bekannt sind. Dabei werden gezielte Übungen und Lösungen für bekannte Auslöser dieser herausfordernden Gefühle geboten. Diese erklärt die Autorin anhand bildlicher Metaphern, sodass der Leser seine Aggressionen besser verstehen und akzeptieren kann.

Das Buch ist sehr praxis-orientiert und daher besonders geeignet für Leser, die sofort mit dem Abbauen von Aggressionen im Alltag beginnen möchten. Mit 128 Seiten ist es relativ kompakt und liefert daher schnell einen Überblick über die Erscheinungsformen von Wut.

„30 Minuten Ärger und Frustration auflösen“ von Moritz Boerner

Das Taschenbuch von Moritz Boerner handelt zwar nicht von starken Aggressionen, es erklärt jedoch, wie Ärger und Frustration entstehen können. Diese Gefühle erscheinen zunächst weniger intensiv. Wer jedoch nicht über Strategien verfügt, sich von der Wut zu lösen, kann schnell einer Schleife negativer Gedanken zum Opfer werden.

So beschreibt der Autor den falschen Umgang mit ärgerlichen Ereignissen. Das Buch erklärt, wieso es wichtig ist, dass wir erlernen, wie man Ärger und Frustration auflöst. Außerdem bekommt der Leser Tipps und Ansätze an die Hand, sich diese Kompetenz in kurzer Zeit selbst anzueignen.

Das Buch „30 Minuten Ärger und Frustration auflösen“ beschreibt die Theorie sehr ausführlich. Dennoch schreibt der Autor in einer verständlichen Sprache. Daher kann der Ratgeber ohne große Anstrengung und in kurzer Zeit gelesen werden. Außerdem enthält das Buch zahlreiche Tipps, welche nach dem Lesen zum Üben anregen.

Neben der Taschenbuch Version ist es auch als E-Book oder Hörspielversion erhältlich.


2. Literatur zu Aggressionen bei Kindern für Eltern und Pädagogen


Aggressionen treten nicht nur bei Erwachsenen auf. Viele Eltern und Pädagogen erleben Aggressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.

Unsere Schützlinge sind dabei meist noch nicht selbst in der Lage, ihr Verhalten zu verstehen und zu kontrollieren. Daher benötigen sie die Hilfe ihrer Eltern und Bezugspersonen.

Um dieses herausfordernde Verhalten von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und abbauen zu können, hilft ein erweitertes Wissen über Aggressionen bei Kindern. Darum haben diverse Autoren Bücher verfasst, welche das Thema erläutern, Tipps geben und gezielte Übungen anbieten.

„Aggression“ von Jesper Juul

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Das Buch zum Thema Aggression von Jesper Juul richtet sich an Eltern und Erzieher, die sich über das aggressive Verhalten ihrer Schützlinge sorgen.

Juul erläutert, welches Maß an Aggression gesund ist und wie man damit umgehen sollte. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse in verständlicher Sprache erklärt. Diese vereint der Autor in anschaulicher Weise mit Erfahrungen aus seiner Arbeit in der Jugend- und Familienhilfe.

Das Buch vermittelt dabei eine positive und gelassene Einstellung im Umgang mit Aggressionen bei Kindern. Es ist überwiegend theoretisch und eignet sich besonders für Eltern und Pädagogen, die aggressives Verhalten besser verstehen möchten.

„Das kleine Wutmonster“ von Britta Schwarz und Manfred Tophoven

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Das Buch über das kleine Wutmonster richtet sich nicht nur an die Eltern, sondern auch persönlich an die kleinen Leser und Zuhörer. Es geht dabei nämlich nicht um einen theoretischen Ratgeber, sondern um eine Geschichte über das Wutmonster und wie man es vertreiben kann.

Die Geschichte über das kleine Wutmonster wird den Kindern vorgelesen oder mit ihnen gemeinsam gelesen. Anschaulich erzählt das Buch vom kleinen Marvin, der ständig vom Wutmonster geplagt wird. Wenn er zum Beispiel von seiner Schwester geärgert wird, oder wenn er sein lieblings T-shirt nicht tragen kann, kommt das Wutmonster zum Vorschein und sorgt dafür, dass Marvin verärgert wird.

Das Kinderbuch von Britta Schwarz und Manfred Tophoven ist mit schönen Abbildungen illustriert, die Marvin und das Wutmonster beim Lesen lebendig machen. Außerdem lernen die kleinen Leser ein Lied, mit dem man das Wutmonster ganz schnell vertreiben kann. So üben Kinder im jungen Alter, ihre Gefühle zu erkennen und damit umzugehen.

Das Buch wird für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren empfohlen. Wir finden, dass ältere Kinder das Buch jedoch auch selbst lesen können. Besonders Kinder, denen die Reflexion und die Impulskontrolle schwer fällt, können vom „kleinen Wutmonster“ lernen.

„Wut-weg-Spiele“ von Petra Stamer-Brandt

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Kinder sind in der Regel nicht in der Lage, ihre Aggressionen zu evaluieren oder gar Übungen der kognitiven Umstrukturierung umzusetzen. Laut der Pädagogin Petra Stamer-Brandt kann das Abbauen von Wut jedoch spielerisch mit Kindern erarbeitet werden.

Das Buch „Wut-weg-Spiele“ ist auf Schulklassen und Kita-Gruppen ausgelegt und stellt eine Vielzahl von einfachen Gruppenspielen vor. Dabei lernen die Kinder Dampf abzulassen, ihre eigene Kraft einzuschätzen und ihr Verhalten zu kontrollieren. Mit viel Bewegung und Aktion lernen die Kinder so ihre körperliche Reaktion auf negative Emotionen kennen.

Außerdem sind auch Einzelübungen und Kleingruppen-Spiele enthalten, wodurch das Buch auch zu Hause eingesetzt werden kann.

Die Wut-weg-Spiele von Petra Stamer-Brandt motivieren die Kinder dabei zum Mitmachen. Sie beinhalten Altersempfehlungen, Materiallisten und einfache Beschreibungen. Wir würden es für Kinder im Kindergarten und Grundschulalter empfehlen. Doch auch ältere Kinder mit verzögertem Entwicklungsstand oder besonders ausgeprägten Aggressionen können von den Spielen profitieren.

„Ratgeber – Aggressives Verhalten“ von Petermann, Döpfner und Schmidt

Aggressives Verhalten Buch / Literatur
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Der Ratgeber über aggressives Verhalten beschreibt herausforderndes Verhalten in verständlicher und überschaubarer Weise. Er richtet sich vor allem an Eltern, Erzieher und Pädagogen von Kindern und Jugendlichen, die unter wiederholten Wutanfällen und Verhaltensauffälligkeiten leiden.

Mit Ansätzen aus der Psychotherapie helfen die Autoren, das Verhalten der Heranwachsenden einzuschätzen und nachzuvollziehen. Das Buch ist dabei in überschaubare Kapitel strukturiert. Diese beschäftigen sich mit Themen wie Entwicklung, Ursachen von Aggressionen und was man dagegen tun kann. Außerdem wird beschrieben, wann das Verhalten von Kindern und Jugendlichen als dissozial und auffällig eingestuft wird.

Der Ratgeber beschreibt außerdem erste Ansätze und Tipps, wie man über Aggressionen sprechen kann. Auch wird beschrieben, wann man professionelle Hilfe hinzuziehen sollte und wo man diese bekommt. Besonders geeignet ist er für Bezugspersonen von älteren Kindern und Teenagern, die wiederholt durch ihr herausforderndes Verhalten auffällig werden. Auch für den Umgang mit Kindern, bei welchen eine Entwicklungsstörung wie ADHS oder Autismus mit aggressivem Verhalten einhergeht, kann der Ratgeber einen guten Überblick liefern.